Bessere Ergebnisse durch Einbeziehung aller Beteiligter - TOSIBOX
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Bessere Ergebnisse und mehr Engagement durch Einbeziehung aller Beteiligter

Pia Klemetti, HR Business Partner, Tosibox

Gegen Ende des Jahres hält man ja gerne kurz inne, um zurückzublicken und gedanklich aufzulisten, was in den vergangenen 12 Monaten erreicht wurde. Auf der Tosibox-Agenda 2019 für das Personalwesen stand die Bewertung, Weiterentwicklung und Formalisierung der personalbezogenen Strukturen, Strategien und Prozesse des Unternehmens, die für jeden einzelnen Mitarbeiter an jedem Tag ein reibungsloses Arbeitsumfeld gewährleisten sollen – und die Integration von mehr als 20 neuen Mitarbeitern, die im Laufe des Jahres zum Unternehmen gestoßen sind. Das haben wir dank des Einsatzes aller Beteiligten erreicht – denn die Umsetzung der Agenda für das Personalwesen ist eine gemeinsame Aufgabe mit einer besonderen Verantwortung für die Führungskräfte des Unternehmens. Ohne die praktische Umsetzung ist jegliche Theorie wertlos.

2019 war auch aus Sicht des Personalwesens eine interessante Reise, denn wir sind weiterhin schnell gewachsen und wandeln uns von einem Technologieunternehmen zu einem auf Service und Kunden ausgerichteten Unternehmen mit einer entsprechenden Kultur. Die Mitarbeit in einem Wachstumsunternehmen ist spannend und anstrengend zugleich, und es hat den Anschein, dass Personen mit bestimmten Stärken und Wesenszügen in solch einem Umfeld besonders glänzen – wenn sich Dinge rasch weiterentwickeln, wenn Eigenverantwortung gefragt ist, und wenn sich der Einzelne bei einer Vielzahl von Themen einbringen kann.

Zudem ist unter sich ständig verändernden Bedingungen, in einem Umfeld, in dem viele Abläufe und Strukturen noch nicht formalisiert sind, ein hohes Maß an Robustheit erforderlich. Ganz konkret bedeutet dies die Zusammenarbeit mit neuen Kollegen, die in entfernten Ecken des Erdballs sitzen und einen ganz anderen kulturellen Hintergrund und Kommunikationsstil aufweisen, die Entstehung neuer Rollen und Funktionen, die den eigenen Spielraum einengen, neue und stärker formalisierte Arbeitsweisen, zusätzliche Anstrengungen zur Erkundung neuer Lösungsansätze, die Schaffung von Zusammenhalt in Bereichen, in denen dies auf den ersten Blick wenig sinnvoll erscheint, und vieles mehr. Interessanterweise weist das geschäftliche Umfeld, in dem Tosibox tätig ist, vielfach genau dieselben Merkmale auf – ungeklärte Konditionen, ein sich ständig änderndes Umfeld, wechselnde Ansprechpartner und Chancen, die sich schnell und unerwartet ergeben.

Wer hätte gerne einen Kaffee?

Den Mitarbeiter-orientierten Ansatz haben wir im Jahr 2019 durch Einbeziehung und enge Zusammenarbeit mit den Führungskräften, einzelnen Aktivposten und der Personalabteilung umgesetzt. Nun könnte man natürlich fragen, weshalb die Personalabteilung nicht einfach vorgibt, wie die Personalagenda umgesetzt werden soll – wäre das nicht schneller, einfacher und effizienter? Ein Kollege hat – vermutlich, ohne sich dessen bewusst zu sein – mit einer Bemerkung bei mir die Idee zu dieser integrativen Vorgehensweise reifen lassen: ,,Im schlimmsten Fall stehen die Leute auf und gehen Kaffee trinken, wenn der Vortrag der Personalabteilung beginnt.”. Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Mir wurde klar, dass das beschriebene Verhalten nicht Ausdruck fehlender Manieren oder eines Mangels an Respekt für die Arbeit anderer ist, sondern hervorgerufen wird durch das Gefühl, dass die Personalabteilung zwar Richtlinien und Prozesse festlegt, die für alle jedoch nur Mehrarbeit und keinen erkennbaren Mehrwert bedeuten. (Anmerkung: Das hängt natürlich auch davon ab, was man als Personalwesen definiert – Verwaltung, Neueinstellungen, Positionierung des Unternehmens als Arbeitgeber, Arbeitsbedingungen, Vergütung, Ressourcen, Budgetierung, Schulung und Weiterbildung, Coaching, Talentförderung und -entwicklung und viele andere Themen, die man als Bestandteil des Personalwesens betrachten kann oder auch nicht; für mich gehört alles dazu.)

Da ich verhindern wollte, dass irgendjemand aufsteht und geht, sobald die Personalabteilung das Mikrofon ergreift, habe ich sie in die Diskussion einbezogen – aber das war nicht der einzige Grund. Ich habe diese Leute vor allem zur Mitarbeit eingeladen, weil sie unheimlich clever sind, die Erfahrung aus vielen verschiedenen Unternehmen mitbringen, und vor allem, weil ich mit dem vollen Engagement dieser intelligenten Einzelpersonen die besten und nützlichsten Lösungen für unsere Mitarbeiter schaffen wollte. Habe ich schon erwähnt, dass es viel Spaß macht, mit diesen Leuten zusammenzuarbeiten?

Um dem Thema ‘Mitarbeiter’ ganz konkret Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken, haben wir eine monatliche, zweistündige Brainstorming-Session mit unseren Führungskräften, darunter die Mitglieder des Vorstands sowie die Linienvorgesetzten, eingeführt. In diesen zwei Stunden wird viel diskutiert, es werden Ansätze zur Wissensvermittlung und Bearbeitung ausgewählter Themenbereiche entwickelt, Bereiche mit dringendem Handlungsbedarf identifiziert und Ansichten ausgetauscht oder weiterentwickelt. Diese Brainstorming-Sessions dienen einerseits als Diskussionsforum, aus dem die Führungskräfte des Unternehmens Rückmeldung und Unterstützung erhalten, doch sie stellen für Tosibox auch einen wichtigen Schritt hin zu einer stärkeren Unternehmenskultur dar, in der Mitarbeiterthemen als wichtig angesehen und mit dem entsprechenden Engagement behandelt werden.

Von Führung zu Coaching

Die Tosibox-DNA basiert auf Einfachheit und Klarheit – die auch unsere zentralen Werte darstellen –, und so haben wir auch nach einfachen und effektiven Arbeitsmethoden gesucht. Dank seiner kompakten Größe ist Tosibox in der komfortablen Lage, schlanke und effiziente Arbeitsmethoden und -verfahren zu entwickeln, die zwar auch ein schnelles Scheitern beinhalten können, zugleich aber auch verhindern, dass wir uns im Dickicht der Bürokratie verheddern. Die beruflichen Fähigkeiten und Kompetenzen, die auch von Führungskräften gefordert werden, unterliegen jedoch einem raschen Wandel; in der Übersicht des Weltwirtschaftsforums zur Zukunft der Arbeit 2018 wurden diese Kompetenzen wie folgt eingeordnet:

Professional skills are changing

Das Umfeld eines im Wachstum befindlichen Unternehmens und, um im größeren Bild zu bleiben, die sich verändernden Kompetenzen lassen unsere Methoden und Verfahren zur Mitarbeiterführung in einem gänzlich neuen Licht erscheinen; es geht nicht mehr um Kontrolle, Erfolgsmessung und Führung, sondern um Dinge wie Lernen, Kreativität und emotionale Intelligenz.

Wenn wir uns diesen Gesamtkomplex an Fähigkeiten und Kompetenzen für die nahe Zukunft anschauen, wird klar, dass wir noch nicht festgelegt haben, wie wir unsere Gespräche zur persönlichen Weiterentwicklung im Jahr 2020 führen wollen. Für die praktische Umsetzung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, und bestimmt werden wir dazu einige herausragende Vorschläge erhalten, aber manche Elemente werden aus meiner Sicht in jedem Fall unverzichtbar sein: der Coaching-Ansatz, gemeinsame Verantwortung, das Konzept der “Feed Forward”-Methodik von Avraham N. Kluger und Dina Nir sowie die Konzentration auf solche Elemente, die am besten zu unseren Kernwerten passen: die Fokussierung auf das Positive und die Zukunft, auf die Dinge, die gut funktionieren, sowie auf positive Rückmeldungen, die eingeholt und ausgesprochen werden und Grundlage für die gezielte Weiterentwicklung sind.

Es gibt viele Gründe, weshalb man im Geschäftsleben zunächst einmal bestimmte Arbeitsweisen definieren sollte. Doch letzten Endes laufen diese immer auf denselben Hauptgrund hinaus. Den €. Der Effekt kann sich direkt einstellen, manchmal zeigen sich die Auswirkungen auch eher indirekt – wenn beispielsweise ein Unternehmen, das keine geeigneten Richtlinien für das Personalwesen festlegt, einen Mitarbeiterschwund und eine hohe Mitarbeiterfluktuation erlebt, was sich dann in höheren Kosten niederschlägt. Neben den finanziellen Auswirkungen spielt für viele von uns außerdem das Element der sozialen Verantwortung und des Anstands eine wichtige Rolle. Wenn wir das Gefühl haben, für ein Unternehmen zu arbeiten, das ein hohes Maß an sozialer Verantwortung lebt und eine Kultur des Anstands und des Respekts pflegt, dann sind wir doch auch viel bessere Botschafter für unser Unternehmen. In solch einer Konstellation sind beide Grundanforderungen erfüllt.

Als Führungskräfte, Coaches und Mitarbeiter der Personalabteilung von Tosibox glauben wir fest an die Einbeziehung aller Beteiligten, und wir leben danach. Das manifestiert sich in unserer täglichen Arbeit, in den Einladungen zu Besprechungen und in der Art und Weise, wie wir Informationen mit anderen teilen. Konkret zeigt sich das, wenn man auch bei Themen, in denen man nicht zu den Fachleuten gehört, sein Wissen beitragen kann, es zeigt sich in der Bereitschaft, auch einfache Fragen zu stellen in einem Umfeld der psychologischen Sicherheit, in dem man auch in Momenten Unterstützung erhält, in denen man gar nicht erkennt, dass man Hilfe braucht. All das zeugt von Anstand und einem menschlichen Umgang – und es macht vor allem mehr Spaß!

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie eine friedliche und besinnliche Weihnachtszeit
Pia

,,Als Führungskräfte, Coaches und Mitarbeiter der Personalabteilung von Tosibox glauben wir fest an die Einbeziehung aller Beteiligten, und wir leben danach.”

Pia Klemetti, HR Business Partner, Tosibox