Tosibox CTO Pekka Sillanpää: Das Jahr der Software
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Das Jahr der Software

Pekka Sillanpää, Chief Technology Officer, Tosibox

Das Jahr 2019 war interessant und spannend. Wir haben ein neues Hardwareprodukt, das TOSIBOX® Lock 150, herausgebracht und die erforderlichen Zertifizierungen für den US-Markt für unsere Produkte Lock 150 und Lock 500 erhalten. Damit haben wir sehr viel geleistet und erreicht. Am interessantesten war für uns aber die Implementierung der Bausteine für eine rein Software-basierte Konnektivitätslösung. Nun sind, bildlich gesprochen, die ersten Früchte dieser Arbeit gereift, d. h. wir haben als erstes Produkt das TOSIBOX® Lock for Container vorgestellt. Das gesamte Jahr über haben wir eine Menge über sichere Konnektivität für verschiedene virtuelle Plattformen, Clouds, Container und IoT-Ökosysteme gelernt.

Hinzuzulernen und uns ein gründliches Verständnis für neue Konzepte zu erarbeiten, macht nicht nur Spaß und ist interessant, es ist für uns auch das A und O! Tosibox möchte DER Experte für vereinfachte IoT-Konnektivität sein, und IoT-Konnektivität ist heute eine wesentlich komplexere Welt als einfach nur eine Fernverbindung zu Automatisierungsnetzwerken in Gebäuden und Fabriken. Ohne ein gutes Verständnis der zugehörigen Technologien, technischen Ökosysteme und insbesondere der Bedürfnisse der Anwender und Nutzer ist eine Vereinfachung überhaupt nicht möglich. Wir sind unseren Kunden und Partnern sehr dankbar, dass sie uns dabei geholfen haben, ihre Bedürfnisse und Anforderungen zu verstehen. Vielen herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit. Wir freuen uns darauf, die Innovationen in diesem Jahr gemeinsam fortzuführen!

2019 haben wir stark in F&E investiert und viele erfahrene und innovative neue Softwaretalente für unser Team hinzugewonnen. Diese Investition hat sich ausgezahlt, und diesem Team ebenso wie anderen Funktionen bei Tosibox ist es zu verdanken, dass wir unseren Schwerpunkt stärker in Richtung Software verlagern konnten.

Warum also setzt Tosibox bei der Entwicklung hauptsächlich auf Software?

Genau genommen war Tosibox schon immer eine Softwarefirma. Die Software wurde einfach in unsere Geräte gepackt, und Software und Hardware haben so gemeinsam eine einfache Konfiguration für sichere Konnektivität ermöglicht. Auf diese Wiese wurde unsere Technologie seit 2012 in fast 130 Länder geliefert. Und das hat sehr gut funktioniert, denn mittlerweile ist sie ein weltweiter Standard für Konnektivität.

Viele Gründe sprachen allerdings dafür, das traditionelle Hardware-gestützte Modell zu ändern, um die Funktionalität herauszulösen und als reine Software zu vertreiben. Ich möchte auf einige dieser Gründe näher eingehen:

  1. Kosten und Umweltfreundlichkeit
  2. Cloud-Transformation und Virtualisierung
  3. Skalierbarkeit

Kosten und Umwelt

Der erste Grund für eine Umstellung hin zu einer vertieften Softwareentwicklung sind die Kosten und Umweltaspekte. Normalerweise sind in den Fabriken und Gebäuden, in denen Fernverbindungen benötigt werden, bereits Automatisierungsgeräte vorhanden. Was diesen Geräten fehlt, ist meistens eine einfache und sichere Konnektivitätslösung.

Einer der größten Vorteile der TOSIBOX®-Technolgie besteht darin, dass die Fernverbindungen Reisekosten und entsprechende CO2-Emissionen senken und damit die Umwelt schützen. Wenn die Technologie in eine vorhandene Hardware eingebaut wird, können wir noch beeindruckendere Kosteneinsparungen erzielen und die natürlichen Ressourcen noch stärker schonen, da weniger Materialien physisch produziert werden müssen.

Wir können nun Konnektivität ohne zusätzliche Konnektivitätsgeräte bereitstellen. Ein gutes Beispiel ist Fidelix, ein Anbieter für intelligente Gebäudeautomationssysteme, der sich verpflichtet hat, TOSIBOX®-Technologie in sein Gebäudeautomationssystem FX-3000-C zu integrieren. Bei SPS in Nürnberg haben wir das TOSIBOX® Lock for Container, unsere neuestes Lösung für einen VPN-Endpunkt, vorgestellt, der bereits in der Pilotphase in die Steuerungsfamilie PFC200 von WAGO integriert ist.

Cloud-Transformation und Virtualisierung

Ein weiterer Grund ist die Cloud-Transformation. Bei den heutigen IoT-Plattformen findet ein großer Teil der Verarbeitung und Datenanalyse in der Cloud und auch in Edge-Komponenten statt. Ein Beispiel für eine solche Plattform ist MindSphere von Siemens. Im Oktober ist Tosibox der MindSphere World beigetreten, um noch enger mit Technologiepartnern zusammenzuarbeiten.

Die Konnektivitätslösungen müssen auch störungsfreie Verbindungen zwischen mehreren Standorten und verschiedenen Clouds bieten. IoT-Plattformen entwickeln sich zu immer komplexeren Ökosystemen, und der Bedarf an Fernverbindungen wächst. In dieser Welt hat eine vereinfachte Konnektivitätslösung ganz klar ihren Platz.

Skalierbarkeit

Der dritte Grund ist die Skalierbarkeit. Das neue TOSIBOX® Lock for Container bietet einen intelligenten Ansatz für den Vertrieb der TOSIBOX®-Technologie an Hardwareplattformen von Drittanbietern, und nach der Vorinstallation kann das TOSIBOX®-Ökosystem so deutlich schneller wachsen. Prinzipiell kann jede Plattform, die Docker unterstützt, nun mit der Funktionalität des TOSIBOX® Lock ausgestattet und sehr einfach und unkompliziert in das Ökosystem der TOSIBOX®-Konnektivität aufgenommen werden. Skalierbarkeit bedeutet nicht nur Größenwachstum, sondern auch die Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Hardware-bezogene Anforderungen, beispielsweise gefährliche Umgebungen oder den Einsatz auf hoher See, oder an Hardware, die spezielle Konnektivitätstechnologien direkt unterstützt.

Kurzum, 2019 war definitiv das Jahr der Software. Auch 2020 wird Software ein wichtiges Thema sein, und wir werden die Unterstützung für neue Ökosysteme verstärken. 2019 haben wir die Bausteine für eine rein Software-basierte Konnektivitätslösung entwickelt, und dieses Jahr werden wir uns hauptsächlich darauf konzentrieren, eine Vielzahl neuer Funktionen für professionelle Anwender in unseren Softwareprodukten zu implementieren, die insbesondere unsere größten Kunden bei der nahtlosen Integration in ihre Prozesse unterstützen.

Wenn Sie mehr erfahren möchten, registrieren Sie sich für unser bevorstehendes Webinar am 16. Januar, in dem wir unser Softwareprodukt TOSIBOX® Lock for Container sowie das Pilotprojekt mit WAGO vorstellen werden!

“Viele Gründe sprachen allerdings dafür, das traditionelle Hardware-gestützte Modell zu ändern, um die Funktionalität herauszulösen und als reine Software zu vertreiben.”

Pekka Sillanpää, CTO, Tosibox