Selbst ein lächerliches Gerät kann bei Verbindung mit dem Internet eine Menge Schaden anrichten
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Selbst ein lächerliches Gerät kann bei Verbindung mit dem Internet eine Menge Schaden anrichten

Miikka Lääkkö, Produktmanager, Tosibox Oy

Windeln, Schuhe und Gabeln gibt es bereits im Internet der Dinge; aber brauchen Sie wirklich eine Maschine, die Ihnen die Schnürsenkel bindet?

Einigen Schätzungen zufolge wird das kommende Jahr durch die Einbindung von knapp vier Milliarden neuen Geräten in das Internet markiert. Man geht davon aus, dass insbesondere Bereiche der Fertigungsindustrie und des Gesundheitswesens IoT-Lösungen mit Sensoren und Fernsteuerungssystemen in zunehmendem Umfang einsetzen. Auch der Verbrauchermarkt legt zu, obwohl verschiedene Smartgeräte, von Telefonen und Autos bis hin zu Waschmaschinen und anderen Smart-Home-Lösungen, bereits seit geraumer Zeit existieren.

Während immer mehr Menschen unterschiedlichste IoT-Geräte unter ihrem Weihnachtsbaum fanden, begann ich mir über die Feiertage Gedanken darüber zu machen, wie viele Dinge wohl tatsächlich bereits mit dem Internet verbunden sind. Eine kleine Onlinerecherche ergab überraschende, aber auch etwas befremdliche Erkenntnisse.

Leider wird trotz allen Eifers bei der Produktentwicklung Sicherheit immer noch viel zu wenig Beachtung geschenkt.

Das heißt jedoch nicht, dass alle Geräte unsicher oder anfällig dafür sind, mit verschiedenen Botnetzen verbunden zu werden. Üblicherweise besteht ein Botnetz aus Computern, die rechtswidrig gekapert wurden. Diese zusätzliche Rechenleistung wird beispielsweise zum Starten von Denial-of-Service-Angriffen und zur Verbreitung von Spam genutzt.

Das IoT-Botnetz hingegen besteht aus mit dem Internet verbundenen Dingen, wie Routern, Überwachungskameras, Smart-TVs – generell so ziemlich allem, was über eine Internetverbindung verfügt. Sie können bemerkenswert effizient sein, was von Mirai, dem Botnetz-Beispiel aus 2016, bewiesen wurde. Mit ihrer Hilfe visierte eine Reihe von Denial-of-Service-Angriffen mit dem Volumen von einem Terabyte pro Sekunde Systeme des DNS-Anbieters Dyn an. Wie dieser Vorfall zeigt, wird dem Schutz von IoT-Geräten weiterhin viel zu wenig Bedeutung beigemessen.

Viele Geräte strotzen nur so vor Einfallsreichtum und menschlicher Kreativität, dass sie uns schmunzeln lassen. Daher werde ich Ihnen nun nachstehend einige Beispiele vorstellen. Ich behaupte jedoch, dass auch bei derartigen Innovationen verlässliche Sicherheit nicht wirklich schwierig zu erreichen ist. Immerhin muss man sich trotz allem auch mit der Sicherheit auseinandersetzen; und dies darf nicht zulasten anderer Vorteile geschehen.

Und dennoch machen sich gleichzeitig Zweifel breit: benötigen wir wirklich eine Smartphone-App für alles? Ist es absolut notwendig, stets und ständig mit Sprachassistenten zu reden?

Haarbürste. Die Haarbürste hat ein Mikrofon, einen Beschleunigungssensor und ein Gyroskop zur Messung der Winkelgeschwindigkeit. Dies hilft Ihnen, Ihre Haare nicht versehentlich zu fest zu bürsten. Die Bürste kommuniziert mit der Mobilapp – und die App enthält, wie zu erwarten, Werbung des Herstellers.

Gabel. Diese japanische Erfindung ist die Antwort auf ein lokal höchst bedeutsames Problem: das schlürfende Geräusch beim Essen von Nudeln. Die Gabel dient als Instrument, das mit Hilfe der Mobilapp über das Telefonmikrofon Schlürfgeräusche identifiziert. Sobald Schlürfgeräusche erkannt werden, spielt die Gabel andere Geräusche ab, die das Schlürfen übertönen.

Turnschuhe. Die Einstellungen der neuen Turnschuhe von Nike können auf Wunsch selbst mitten in einem Basketballspiel angepasst werden. Die Mobilapp ermöglicht Ihnen das Festziehen oder Lockern der Schnürsenkel; und selbstverständlich messen die Schuhe neben der zurückgelegten Strecke auch Feuchtigkeit, Temperatur und weitere Daten. Die Schuhe sind außerdem in der Lage, sich selbst zu schnüren.

Dusche. Mit der Mobilapp kann die intelligente Dusche den Wasserverbrauch überwachen; und Sie können die Temperatur schon vor dem Duschen einstellen. Darüber hinaus kann der Wasserverbrauch basierend auf der Position des Duschenden in der Duschkabine optimiert werden. Es stehen verschiedene Hersteller zur Auswahl.

Toilette. Zu den zahlreichen Funktionen und Merkmalen der Toilette zählen eine anpassbare Beleuchtung, ein beheizter Toilettensitz, ein integriertes Audiosystem und die Amazon-Alexa-Sprachsteuerung, über die Sie online Toilettenpapier nachbestellen können. Sehr wichtig. Die Produktfamilie des Unternehmens beinhaltet zudem einen intelligenten Spiegel und eine intelligente Badewanne.

Holzplatte. Man muss zugeben, dass sich dieses minimalistische Stück Holz wunderbar in moderne Inneneinrichtungen einfügt. Tatsächlich ist die Platte ein Smart-Home-Controller. Die von einem japanischen Unternehmen entwickelte Holzplatte verfügt über Bedienelemente, die mindestens für Wettervorhersagen, zur Thermostatanpassung, Steuerung intelligenter Beleuchtung und für Spotify genutzt werden können. Als dieser Artikel verfasst wurde, war das Produkt noch nicht auf dem Markt.

Elektrischer Wasserkocher. Über das Mobiltelefon kann der Nutzer den Wasserkocher extern überwachen und mittels Timer einstellen, wann kochendes Wasser fertig sein soll (beispielsweise nach dem morgendlichen Aufstehen). Der Sensor informiert darüber, wie viel Wasser sich in dem Gerät befindet. Bei Bedarf können Sie den Wasserkocher sogar einschalten, während dieser zuhause, Sie immer noch bei der Arbeit sind.

Windel. Ein an der Unterseite einer herkömmlichen Windel angebrachter Sensor kommuniziert mit der Mobilapp, wenn das Baby ein kleines oder großes Geschäft erledigt hat. Das Gerät misst Feuchtigkeit und Temperatur, alarmiert in vier Phasen, wann es an der Zeit ist, die Windel zu wechseln. Die App kann tatsächlich ziemlich nützlich sein, falls sich der Windelträger in Begleitung eines Babysitters statt eines Elternteils befindet.

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„Ich behaupte jedoch, dass auch bei derartigen Innovationen verlässliche Sicherheit nicht wirklich schwierig zu erreichen ist.“

Miikka Lääkkö, Produktmanager, Tosibox Oy